Ein kurzer Reisebericht
24. August
Nachdem wir am Vortag alles nötige eingekauft haben, gehts morgens an Bord.
Schnell wird klar, dass der Segeltrip ganz anders verläuft. Zuerst einmal segeln wir wirklich und nutzen die Motoren nur, wenns nötig ist. Außerdem sind wir nur zu sechst.
(von links: Germain, Lara, Melchior, Davy, ich, Dave)
Die ganze Gruppe entscheidet (abhängig von Tide und Wind natürlich) wo es hingehen soll. Dave (dem das Schiff gehört) zeigt uns, wie alles funktioniert und lässt uns mithelfen. Ich lerne gleich in den ersten Minuten an Bord, wie man die Motoren startet und darf das Katamaran aus dem Hafen raussteuern. Auch die Segel setzen wir alle gemeinsam.
Der Wind trägt uns zuerst zu einer kleinen Insel zwischen Cid Island und whitsunday Island. Dort springen wir das erste mal ins Meer. Immer wieder trifft man im Wasser auf Dinge, die ein Britzeln und eine rote Stelle hinterlassen. Wir finden heraus, dass es Quallen sind. Die sehen ziemlich spektakulär aus. Sie haben Streifen, die abwechseln in verschiedenen Farben leuchten wie eine Neonreklame.
Nach der kurzen Erfrischung fahren wir ein kleines Stückchen weiter und ankern vor Whitsunday Island. Als es abend wird, laufen 1 1/2 Stunden hoch zum Whitsunday Peak.
Obwohl wir uns sehr beeilen, ist der Sonnenuntergang gerade vorbei als wir oben ankommen.
Der Rückweg zum Stand runter wird zu einer Nachtwanderung. Ein Glück haben wir drei Stirnlampen dabei. Völlig zerschrammt kommen wir unten wieder an.
25. August
Wir umrunden Whitsunday Island und ankern vorm Whithaven Beach. Hier seht ihr, wies da mit mehr oder weniger Sonne aussieht.
Schon beim ersten Stop am Whithaven Beach ist mir aufgefallen, dass keiner diesem Sand wiederstehen kann. Der hat einfach die perfekte Konsistenz für Sandburgen und eignet sich dafür andere Leute einzubuddeln.
Auch vom Whithaven Beach aus, ist ein kleiner Aussichtspunkt erreichbar, der aber längst nicht weit oben liegt.
In mir wächst der Wunsch nach einer selbst gepflückten Kokosnuss.
Zurück an Bord, segeln wir die 7 km am Whithaven Beach entlang und ankern für die Nacht hinter Tongue Point. Hier entdecke ich, dass wir ein Kajak an Bord haben und nutze die Gelegenheit, um die Bay zu erkunden.
26. August
Noch vor dem Frühstück laufen wir hoch nach Tongue Point.
Von hier werden immer die Bilder für die Postkarten von Whithaven Beach geschossen. Der Ausblick ist wundervoll und das Meer unterhalb so klar, dass man die Stachelrochen von hier aus am Meeresboden liegen sehen kann.
Wir segeln weiter nach Hook Island. Der Wind ist sehr stark und die Wellen hoch. Jetzt haben wir die Gelegenheit festzustellen, dass wir auch bei stärkerem Seegang nicht seekrank werden.
Meine Begeisterung fürs Segeln wächst immer weiter…und mein Verlangen nach einer Kokosnuss übrigens auch.
Wir ankern in einer kleinen Bay hinter Pinnacle Point (Hook Island).
Es ist immer noch ziemlich windig und kalt. Nur kurz wagen wir uns ins Wasser, danach spielen wir Karten.
27. August
Mir ist immer noch zu kalt zum Schnorcheln. Deshalb schnappe ich mir das Kajak und fahre zum Stand. Hier gibt es keine Wege, deshalb klettere ich über die Steine und Felsen einen ausgetrockneten Wasserfall empor. Auch wenn die Sonne nicht scheint ist es ein Paradies.
Kurz danach fahren wir ein paar Buchten weiter zur sogenannten Butterfly Bay. Wir schnorcheln rüber zum Stand. (Die folgenden Bilder hat Germain gemacht.)
Auch hier gibt es einen Creek zum krakseln. Jetzt wird auch klar, woher die Bucht ihren Namen hat. Beim Klettern über die Steine scheucht man hunderte Schmetterlinge auf, die für eine Weile durcheinander flattern und sich dann wieder niederlassen, nur um bei der nächsten Erschütterung wieder loszufliegen. Ich korrigiere mich: Das hier ist das Paradies.
Sie hätten übrigens noch einen weiteren Namen zur Auswahl gehabt: Spider Bay. Hier gibts nämlich genauso viele spektakuläre Spinnen wie Schmetterlinge. Und manche davon sind echt riesig.
Den Abend verbringen wir mit Portwein und teilweise oben im Mast. Im Wasser schwimmen winzige fluorizierende Tierchen.
28. August
Sehr früh machen wir uns auf den Weg zurück nach Airlie Beach. Geplant war, dass wir auf dem Rückweg bei einer kleinen Insel halten, um Kokosnüsse zu plücken. Leider stehen Wind und Tide dem im Weg.
Zurück in Airlie entspannen wir uns nochmal bei Apple Pie und Tee, bevors zurück an Land geht.
Für mich geht die Reise nun weiter nach Cairns. Aber eins steht fest, ich werde versuchen, dort ein Boot zu finden und segeln zu gehen.

































































